Das Meer können wir nicht verändern, aber das Boot, in dem wir segeln. ( A.Fischer) Dieser Blog entwickelt sich zu einer umfangreichen Datenbank. Die chronologischen Post verdeutlichen die Entwicklungen. Der Blog ist mit der Translate-Funktion in viele Sprachen übersetzbar. Er wird vom Verein "Malaria-Hilfe-Weltweit e.V." ständig aktualisiert.
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Montag, 5. Januar 2015
Montag, 29. Dezember 2014
Malaria in Westafrika: Der vergessene Killer
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/malaria-in-westafrika-der-vergessene-killer-a-1010577.html
http://www.spiegel.de/thema/malaria/
Spielende Kinder in Conakry, Guinea: Malaria ist insbesondere für Kleinkinder gefährlich
Malaria ist die häufigste Todesursache von Kleinkindern in Guinea. Während mit aller Kraft gegen die Ebola-Epidemie im Land vorgegangen wird, kann sich die Tropenkrankheit wieder stärker ausbreiten.
Malaria in Westafrika: Der vergessene Killer
Offiziell sind in
Guinea in diesem Jahr weniger Menschen an Malaria erkrankt als im Jahr zuvor -
um 40 Prozent ist die Zahl gesunken. Das sei jedoch keine gute Nachricht, sagt
Bernard Nahlen von der US-amerikanischen Regierungsinitiative gegen die
Tropenkrankheit. Denn mit allergrößter Wahrscheinlichkeit spiegelt diese Zahl
keinen echten Rückgang wider. Der Grund: Die Menschen hätten Angst, zum Arzt
oder in ein Krankenhaus zu gehen. Oder sie werden dort nicht aufgenommen, weil
es keine Kapazitäten gibt. Die Ebola-Epidemie in dem westafrikanischen Land und
den Nachbarstaaten Sierra Leone und Liberianimmt die ohnehin knappen medizinischen Ressourcen vor
Ort voll in Anspruch.
Es sei anzunehmen,
dass inmitten der Ebola-Epidemie mehr Menschen an Malaria sterben als in den
Jahren zuvor, sagt Nahlen. Und die meisten davon seien Kleinkinder. Laut dem Malaria-Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es 2013 in Guinea mehr als
210.000 bestätigte Malaria-Fälle. Die Zahl der nicht per Laboruntersuchung
bestätigten Fälle wird jedoch weitaus höher geschätzt. Gefährlich ist Malaria
insbesondere für Kleinkinder. Bei den Kindern, die noch vorm fünften Lebensjahr
sterben, ist Malaria laut WHO die häufigste Todesursache - die Krankheit ist
für jeden vierten Todesfall verantwortlich.
Malaria-Medikamente verteilt
Im Rahmen der
US-Initiative gegen Malaria, die sich unter anderem auf Guinea konzentriert,
versuchen Experten nun zu ergründen, wie stark sich die Tropenkrankheit derzeit
im Land ausbreitet. Ohne entsprechende Schutzkleidung sollen Helfer keine
Malaria-Tests bei Kranken mehr durchführen - da sie dafür Blutproben
untersuchen müssen und Ebola durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines
Infizierten übertragen werden kann.
Es habe einige
Erfolge im Kampf gegen Malariagegeben, sagt Nahlen. In Guinea waren gerade
landesweit Moskitonetze verteilt worden; die Stechmücken können den
Malaria-Erreger übertragen. Dann begann die Ebola-Epidemie. Im benachbarten
Liberia wurde die Verteilung von zwei Millionen Netzen wegen dieses Ausbruchs
verschoben.
In Sierra Leona
hat die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen jetzt 1,5 Millionen Packungen von
Anti-Malaria-Mitteln verteilt, damit sich die Menschen während der Hauptsaison
der Krankheit schützen können. Eine zweite Aktion ist schon in Planung.
"Die meisten
Menschen kommen zu Ebola-Behandlungszentren und denken, sie haben Ebola -
tatsächlich sind sie aber an Malaria erkrankt", sagt Patrick Robataille,
der für Ärzte ohne Grenzen in Sierra Leones Hauptstadt Freetown arbeitet.
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/ebola-epidemie-schwangere-und-kranke-finden-kaum-noch-hilfe-a-989659.html

Frau in Monrovia, Liberia:
"Das ist nicht nur ein Ebola-Ausbruch.
Es ist ein humanitärer Notfall"
Wegen der Ebola-Epidemie ist die allgemeine medizinische
Versorgung in den betroffenen Ländern schlechter denn je.
Menschen erliegen behandelbaren Krankheiten. Babys,
die durch einen Kaiserschnitt gerettet werden könnten,
sterben bei der Geburt.
Donnerstag, 25. Dezember 2014
Ärzte können mehr Ebola-Patienten das Leben retten
http://www.welt.de/gesundheit/article135736738/Aerzte-koennen-mehr-Ebola-Patienten-das-Leben-retten.html
Ärzte
können mehr Ebola-Patienten das Leben retten
In einem Behandlungszentrum in Sierra Leone überleben zwei Drittel der Patienten. Sie bekommen Antibiotika, Malaria-Medikamente und Schmerztabletten – was davon genau hilft, wissen die Ärzte nicht
Ärzte im
Hastings-Ebola-Behandlungszentrum in der Nähe von Freetown, Sierra Leone. In
diesem Zentrum
überlebten zuletzt fast 70 Prozent der eingelieferten Patienten die Infektion
mit dem Virus
"Wir scheinen
nun Fortschritte in diesem Kampf zu machen", das ist die Botschaft
von Ärzten, die in
Westafrika gegen Ebola im Einsatz sind. Das
veröffentlicht. Auf der Webseite des Magazins finden
sich verschiedene
aktuelle Berichte von Medizinern zur Lage im
Seuchengebiet – und besonders
einer dieser Berichte gibt Anlass zur Hoffnung.
Der
Bericht stammt aus dem Ebola-Behandlungszentrum in der Hastings Police Training
School in der Nähe von Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone. Dort
überleben inzwischen fast 70 Prozent der Patienten ihre Infektion mit dem
Virus. Die Ärztin Kathryn Jacobsen von der George Mason University in Fairfax,
im US-Bundesstaat Virginia, hat eine Fallstudie aus diesem Behandlungszentrum
vorgelegt.
Von 581 Patienten
überlebten 398 die Infektion
Jacobsen berichtet darin von 581
Patienten, die seit Ende September in das Behandlungszentrum gebracht worden
waren. Bei 38 Menschen konnten die Ärzte nach der Einlieferung nur noch den Tod
feststellen, sie waren auf dem Weg in das Zentrum gestorben. Die anderen
Patienten hatten meist seit drei bis vier Tagen Symptome der Viruserkrankung,
sie fieberten, litten an Erbrechen und Durchfall, Schmerzen in Muskeln,
Gliedern und Kopfweh.
Die Ärzte behandelten alle
Patienten nach einem Plan, den sie im Zentrum selbst erstellt haben, und den
Kathryn Jacobson in ihrem Bericht detailliert beschreibt. Die Kranken bekamen
demnach unter anderem Antibiotika, Malariamedikamente, Mittel gegen Übelkeit
und Erbrechen und intravenöse Nährstoffe. Alle zwölf Stunden erhalten sie 400
Milligramm Ibuprofen gegen ihre Schmerzen. Sie durften so viel Saft trinken,
wie sie wollten, auch eine spezielle Lösung gegen ihre Austrocknung gaben die
Ärzte den Kranken.
Was aus diesem Mix aus Medikamenten
den Menschen helfe, dass wissen die Ärzte nicht, schreiben sie. Sie wissen nur,
dass weitaus weniger Patienten sterben. Sie konnten 398 Patienten geheilt
entlassen, nach durchschnittlich zwei Wochen im Behandlungszentrum. 183
Patienten überlebten die Krankheit trotz der Behandlung nicht, meist starben
sie am dritten oder vierten Tag im Zentrum. Das ergibt eine Sterberate von 31
Prozent – die Opfer eingerechnet, die schon auf dem Weg zu den Ärzten
verstorben waren.
Ein Grund für
"vorsichtigen Optimismus"
Die Todesrate ist damit deutlich
niedriger als die 74 Prozent, von denen Ärzte aus einem anderen
Behandlungszentrum im Osten von Sierra Leone berichtet hatten. Diese Ergebnisse
seien ein Grund für "vorsichtigen Optimismus", sagte ein Autor des
früheren Berichts, Daniel Bausch von der Tulane University in New Orleans.
Foto: REUTERSPatienten, die eine
Ebola-Infektion überstanden haben, erholen sich im Behandlungszentrum Hastings
in Sierra Leone
Es gibt keine spezifischen
Arzneimittel oder Impfstoffe, deren Wirksamkeit im Kampf gegen Ebola bewiesen
ist. Jedoch stehen einige experimentelle Medikamente bereit, um getestet zu
werden. Ärzte hatten zuletzt damit begonnen, dass Blut von Ebola-Überlebenden
zu nutzen, um neue Verdachtsfälle in Afrika zu behandeln.
Die Ebola-Epidemie in Westafrika
begann im vergangenen Dezember in Guinea. Die ersten Fälle wurden dort
allerdings erst im Frühling erkannt. Mittlerweile haben sich nach Schätzungen
der Weltgesundheitsorganisation knapp 20.000 Menschen mit dem Virus angesteckt.
Mehr als 7500 Menschen starben an Ebola, die meisten davon in Liberia, Guinea
und Sierra Leone.
Donnerstag, 18. Dezember 2014
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Albtraum Ebola Jetzt droht eine Hungerkatastrophe-Klug eingefädelt oder Ohnmacht?
Klug einfädelt oder Ohnmacht?
In diesem Blog wird eine Chronik der Ereignisse rund um Malaria geschrieben. Der aufmerksame Leser erkennt hier die Kämpfe um die Macht und das Leid der betroffenen Menschen. Ist die drohende Hungerkatastrophe klug eingefädelt? Wollen irgendwelche Kreise zeigen wie nationale Katastrophen gemacht werden? Ist diese Gegenwart die Offenbarung eines tobenden Krieges zwischen gut und böse? Es wird Angst erzeugt. Die Ohnmacht kommt. Wird man die Geister, die man rief, jetzt schon nicht mehr los?
Wer kann hier helfen und die Menschen retten?
Da kenne ich nur einen, der das kann: Jesus Christus. Er kennt den Weg. Die Menschen müssen ihn nur gehen wollen.
Alles Gute!
W.St.- 18. Dez. 2014
http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/876149/albtraum-ebola-jetzt-droht-hungerkatastrophe.html
Albtraum Ebola
Jetzt droht eine Hungerkatastrophe
Tausende Menschen sind schon in Folge einer Ebola-Infektion gestorben. Jetzt droht in den betroffenen westafrikanischen Ländern auch noch eine Hungersnot.
Von Carola Frentzen
In Monrovia warten im Oktober Tausende auf die Verteilung von Hilfsgütern duch Unicef. Den betroffenen Ländern in Westafrika droht durch Ebola möglicherweise noch eine viel schlimmere Hungerkatastrophe.
© Mohammed Elshamy / Anadolu Agency / dpa
MONROVIA/FREETOWN. In Westafrika ist 2014 einer der größten Albträume der Menschheit wahr geworden.
Ein gefährliches Virus, gegen das es weder eine zugelassene Impfung noch ein Medikament auf dem Markt gibt, hat sich den Weg von Guinea in die Nachbarländer Liberia und Sierra Leone gebahnt.
Die Szenen schienen einem Hollywood-Drama entsprungen - und reichten vom plötzlichen Auftauchen ausländischer Helfer in futuristischen Schutzanzügen über notdürftig improvisierte Quarantänestationen bis hin zu Massenfluchten panischer Patienten, die bisher nur die Kräutertranks traditioneller Heiler kannten.
Forscher nehmen rückblickend an, dass ein kleiner Junge in Guinea das erste Opfer der Ebola-Epidemie in Westafrika gewesen sein könnte. Er starb Ende Dezember 2013. Erst im vergangenen März wurde die Epidemie öffentlich bekannt.
Tod, Trauer, Verzweiflung
Da die Krankheit zunächst in abgelegenen Regionen auftrat, weit weg von Europa und Amerika, wurde sie maßlos unterschätzt. Die Folge: Als die Weltgemeinschaft aufwachte, war es schon zu spät, um den unsichtbaren Gegner unter Kontrolle zu bringen.
Und so stürzt er immer mehr Familien in Trauer und Verzweiflung. Tausende Männer, Frauen und Kinder sind schon qualvoll gestorben.
"Ein früheres Eingreifen wäre nötig und möglich gewesen", sagt Frank Dörner, der medizinische Koordinator von "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) in Sierra Leone.
"Und damit meine ich nicht nur die Bereitstellung von Geldern, sondern vor allem die Entsendung von geeignetem Personal, das in der Lage gewesen wäre, die Patienten zu behandeln und weitere Ansteckungen zu verhindern."
Aber sich über die Verfehlungen der Vergangenheit zu beklagen, sei müßig, so der Experte: "Die Situation bleibt besorgniserregend." Es werde noch immer zu viel geredet und zu wenig getan, warnt er. "Pläne, die nur auf dem Papier existieren, helfen einem Infizierten nicht - ebenso wenig wie ineffektive Sitzungen.
Die Auswirkungen des Virus sind mittlerweile überall zu spüren, nicht nur in den Krankenstationen.
"Die Ebola-Epidemie schadet bereits sehr der Landwirtschaft, dem Handel und den Märkten. In Sierra Leone sind lokale Märkte sogar verboten worden wegen der Ansteckungsgefahr", erklärt der Leiter des Berliner Büros des Welternährungsprogramms (WFP), Ralf Südhoff.
Volkswirtschaften liegen brach
Durch die brachliegenden Volkswirtschaften seien zudem die Einkommen vieler Menschen eingebrochen. "Wir müssen daher davon ausgehen, dass bereits 1,7 Millionen Menschen in den drei Ländern vom Hunger bedroht sind."
Wenn die Seuche jetzt nicht eingedämmt werde, dann sei zudem die nächste Ernte bedroht. Selbst die optimistischsten Schätzungen des WFP gehen derzeit von mindestens 2,3 Millionen vom Hunger bedrohten Menschen bis Januar aus - womöglich sogar drei Millionen.
Auch die UN-Wirtschaftskommission für Afrika (UNECA) befasste sich in einem Bericht mit den weitreichenden Folgen der Epidemie: Negativ habe sich die Seuche unter anderem auf das Erziehungswesen ausgewirkt, da viele Schulen geschlossen wurden, sowie auf die Arbeitslosenquoten und die Nahrungsmittelsicherheit.
Die Epidemie schadet Liberia, Sierra Leone und Guinea nach Angaben der Weltbank wirtschaftlich mehr als bislang angenommen. Insgesamt betrage der Schaden in diesem und im kommenden Jahr rund zwei Milliarden Dollar (1,61 Milliarden Euro).
Wichtig sei es jetzt, die Gesundheitssysteme in Westafrika zu stärken, betont Katherine Mueller, die Sprecherin des Roten Kreuzes in Afrika. "Auf lange Sicht sind massive Investitionen in diese Systeme nötig, denn sie waren schon vor dem Ebola-Ausbruch schwach und sind nun völlig kollabiert."
So gebe es kaum noch Mittel und Möglichkeiten, andere Krankheiten wie Malaria, Cholera oder Knochenbrüche zu behandeln. "Momentan könnte es gut sein, dass in den drei Ländern mehr Menschen an anderen Krankheiten sterben als an Ebola", erklärt Mueller.
So hat die Seuche auch die Malaria-Bekämpfung in Westafrika stark beeinträchtigt, wie WHO-Generaldirektorin Margaret Chan berichtet. Dort wollen Experten nun mit Massenmedikation einem Anstieg der Malaria-Todesfälle entgegenwirken. (dpa)
Freitag, 12. Dezember 2014
"Wir waren langsam" – WHO räumt Fehler ein- Angstmache um Ebola
Kommentar:
Es ist eine Geschichte der Angstverbreitung, die hier geschrieben wird. Wie andere Berichte zeigen, ist die Ebola-Krise eine zielgerichtete Aktion. Gibt es denn überhaupt einen Ebola-Virus? Wenn es ihn nicht gibt, woran sterben dann die Menschen? Man wir wohl einmal fragen dürfen.
W.St.

http://www.welt.de/gesundheit/article135254954/Wir-waren-langsam-WHO-raeumt-Fehler-ein.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter
Es ist eine Geschichte der Angstverbreitung, die hier geschrieben wird. Wie andere Berichte zeigen, ist die Ebola-Krise eine zielgerichtete Aktion. Gibt es denn überhaupt einen Ebola-Virus? Wenn es ihn nicht gibt, woran sterben dann die Menschen? Man wir wohl einmal fragen dürfen.
W.St.
http://www.welt.de/gesundheit/article135254954/Wir-waren-langsam-WHO-raeumt-Fehler-ein.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter
"Wir
waren langsam" – WHO räumt Fehler ein
Der Vorwurf wiegt schwer: Als Hauptgrund für die
irrwitzige Ausbreitung des Ebola-Virus in Westafrika sehen Kritiker die
zögernde Reaktion der WHO. Nun gibt die Weltgesundheitsorganisation Fehler zu.
"Wir haben nicht gesehen, was sich vor unseren Augen entwickelt hat." Die WHO hätte nicht rasch genug auf den Ebola-Ausbruch reagiert, gab die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan zu
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals eingeräumt, zu langsam auf die Ausbreitung des Ebola-Virus in Westafrika reagiert zu haben. "Es ist fair zu sagen, dass die Welt, einschließlich der WHO, nicht gesehen hat, was sich entwickelte, was vor unseren Augen passieren würde", sagte WHO-Direktorin Margaret Chan dem britischen Sender BBC. Zuvor hatte die WHO mitgeteilt, das Virus breite sich weiter aus.In Anbetracht der Tatsache, dass Ebola eine "alte Krankheit" sei, sei die Reaktion zu langsam gewesen, sagte Chan. "Im Nachhinein kann ich Ihnen sagen: Wir hätten eine viel, viel bessere Reaktion haben können."Die WHO war dafür scharf kritisiert worden, zu spät den Ernst der Lage erkannt zu haben. Außerdem wurde ihr vorgeworfen, zu bürokratisch und unter dem Einfluss der Politik zu handeln. Kritiker sehen das Zögern als Hauptgrund für die rasante Ausbreitung des Erregers.In Genf eröffnete Chan am Mittwoch eine zweitägige Konferenz zur Ebola-Epidemie. Dort wollten sich die Delegierten mit der Frage befassen, wie die Gesundheitssysteme in den besonders betroffenen westafrikanischen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea gestärkt werden könnten.
WHO-Generaldirektorin Margaret Chan
Virus war bereits entfesselt
Die Epidemie habe mit dem Tod eines Jungen in Guinea vor einem Jahr begonnen, sagte Chan bei der Konferenz. Doch als sich das Virus ausbreitete, sei bei mehreren Infizierten fälschlich Cholera oder das Lassa-Fieberdiagnostiziert worden. Als schließlich am 21. März offiziell Ebola festgestellt wurde, sei das Virus bereits entfesselt gewesen, sagte Chan.
Sie führte dies unter anderem auf den Ärztemangel in den betroffenen Ländern zurück. Es müsse nach Wegen gesucht werden, die Zahl der Ärzte zu erhöhen, sagte sie vor den Delegierten. Zudem müsse dafür gesorgt werden, dass Kliniken stets Strom und fließendes Wasser hätten.
Chan warnte zudem vor falschem Optimismus: Das Virus verbreite sich in Westafrika noch immer schneller, als es bekämpft werden könne. Das Risiko für die Welt bleibe bestehen, solange die Epidemie andauere.
Krankheitsherd brennt weiter
Laut WHO grassiert das Virus noch immer in großen Teilen von Sierra Leone, Guinea und Liberia. Der UN-Koordinator des Einsatzes gegen die Krankheit, David Nabarro, sagte in Genf, der Krankheitsherd "brennt weiter im Westen Sierra Leones und in Teilen des Landesinnern von Guinea". Es bedürfe in diesen Regionen mehr ausländischer Helfer, mehr Betten und mehr Behandlungszentren. "Wir können nicht ruhen", sagte Nabarro und warnte vor einem Nachlassen des internationalen Einsatzes.
Beim schlimmsten Ausbruch des Virus seit seiner Entdeckung starben bisher mehr als 6330 Menschen, fast alle in Sierra Leone, Guinea und Liberia. Laut WHO hat Sierra Leone inzwischen Liberia als Land mit den meisten Infektionen überholt.
Nabarro würdigte, dass sich Sierra Leone dem WHO-Ziel nähere, 70 Prozent der Ebola-Patienten zu isolieren und 70 Prozent der hochansteckenden Leichen sicher zu begraben. In den kommenden Wochen sollten zudem Hunderte weitere Betten verfügbar werden.
Arzt in Sierra Leone geheilt
Aus Sierra Leone gab es zudem gute Nachrichten, als die Behörden meldeten, dass erstmals ein an Ebola erkrankter Arzt nach einer Behandlung im Land geheilt wurde. Der 32-jährige Armeeoffizier war am 26. November positiv getestet worden, wurde nun jedoch aus der Behandlung östlich der Hauptstadt Freetown entlassen, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten.
Der Zustand eines mit Ebola infizierten italienischen Arztes, der in Rom behandelt wird, verbesserte sich leicht, wie das Spallanzani-Krankenhaus über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Der 50-Jährige hatte sich bei seinem Einsatz für die Organisation Emergency in Sierra Leone infiziert.
Chefredakteurin Nancy Gibbs auf der Webseite des Magazins die Wahl.
"Der Rest der Welt kann ruhig schlafen, weil eine Gruppe von Männern und Frauen bereit ist, aufzustehen und zu kämpfen", fügte Gibbs hinzu. "Ebola ist ein Krieg und eine Warnung. Das weltweite Gesundheitssystem ist nirgendwo stark genug, um uns vor einer Infektionskrankheit zu schützen."
Das medizinische Personal ist bei der Behandlung von Ebola-Patienten einem hohen Risiko ausgesetzt. Das Virus wird durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten übertragen. Viele Ärzte und Krankenschwestern steckten sich in dem betroffenen Gebiet in Westafrika an, aber auch bei der Behandlung von Ebola-Patienten in den USA und Europa.
Das Ebola-Virus
- Symptome
- Sterblichkeit
- Medikamente
- Ursprung und Übertragung
- Verbreitung und Name
- Ebola in Europa
Donnerstag, 11. Dezember 2014
Die Krankheit der anderen - Malaria: Nur gut dass es die anderen gibt!
http://www.indotco.net/pr/article/2901986/die_krankheit_der_anderen-malaria.html
Kennen Sie das?
Was geht uns denn Malaria an? Bei uns gibt es so etwas nicht! Und dass da Chlordioxidwasser helfen könnte, ist ja der Schwachsinn pur.
w.st.
Kennen Sie das?
Was geht uns denn Malaria an? Bei uns gibt es so etwas nicht! Und dass da Chlordioxidwasser helfen könnte, ist ja der Schwachsinn pur.
w.st.
2014-12-10 08:48:21
Die Krankheit der anderen - Malaria
Malaria ist eine dieser Krankheiten, die zum Glück immer nur die anderen haben: die Armen in Afrika und Asien, vielleicht noch der unvorsichtige Urlauber auf den Malediven.
Malaria ist keine Seuche, sondern die bei zu später Behandlung tödliche Krankheit wird durch den Stich einer weiblichen Mücke übertragen.
Und wer sie bekommt, so die öffentliche Meinung in Europa, hat eben nicht richtig aufgepasst. Malaria ist gefühlt viel weiter weg als etwa Aids oder die Seuche Ebola. Dass es bis vor 80 Jahren noch Malaria-Fälle in einer Stadt namens Washington DC gab, weil sich in den Sümpfen des Potomac-Flusses ideale Brutstätten für Moskitos fanden, wissen die wenigsten. Auch in Ostfriesland und den Marschen Schlewsig-Holsteins grassierte bis ins 19. Jahrhundert das sogenannte Marschenfieber, wie eine leichte Form der Malaria hieß, im Emsland sogar bis 1940.
Umso mehr ist es ein Erfolg, wenn die Weltgesundheitsorganisation WHO vermeldet, die Zahl der Malaria-Toten habe sich innerhalb von zehn Jahren auf 500 000 pro Jahr halbiert. Da scheint ein Umdenken stattgefunden zu haben, befördert von Gesundheitsdiensten und Hilfsorganisationen: Dass Menschen in Somalia, dem Kongo oder Pakistan an Malaria starben, wurde lange als gottgegeben hingenommen.Dass es bis heute immer noch keine Impfung zur Malaria-Prävention gibt, hat leider auch damit zu tun, dass es nicht attraktiv schien, in die Tropenmedizin zu investieren.
Pressekontakt:Schwäbische Zeitung
Redaktion Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Und wer sie bekommt, so die öffentliche Meinung in Europa, hat eben nicht richtig aufgepasst. Malaria ist gefühlt viel weiter weg als etwa Aids oder die Seuche Ebola. Dass es bis vor 80 Jahren noch Malaria-Fälle in einer Stadt namens Washington DC gab, weil sich in den Sümpfen des Potomac-Flusses ideale Brutstätten für Moskitos fanden, wissen die wenigsten. Auch in Ostfriesland und den Marschen Schlewsig-Holsteins grassierte bis ins 19. Jahrhundert das sogenannte Marschenfieber, wie eine leichte Form der Malaria hieß, im Emsland sogar bis 1940.
Umso mehr ist es ein Erfolg, wenn die Weltgesundheitsorganisation WHO vermeldet, die Zahl der Malaria-Toten habe sich innerhalb von zehn Jahren auf 500 000 pro Jahr halbiert. Da scheint ein Umdenken stattgefunden zu haben, befördert von Gesundheitsdiensten und Hilfsorganisationen: Dass Menschen in Somalia, dem Kongo oder Pakistan an Malaria starben, wurde lange als gottgegeben hingenommen.Dass es bis heute immer noch keine Impfung zur Malaria-Prävention gibt, hat leider auch damit zu tun, dass es nicht attraktiv schien, in die Tropenmedizin zu investieren.
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Redaktion Telefon: 0751/2955 1500
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