Freitag, 14. Februar 2014

BIOWAFFEN-STUDIE Nazis wollten Mücken als Waffen einsetzen Himmlers Teufelspläne

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article124921084/Himmlers-teuflisches-Interesse-am-Malaria-Erreger.html

DIE WELT

Himmlers teuflisches Interesse am Malaria-Erreger

Mücken als Wunderwaffen: Neueste Forschungen weisen darauf hin, dass die Menschenversuche im KZ Dachau und das benachbarte Entomologische Institut Teil eines B-Waffen-Programms der SS waren.Von Sven Felix Kellerhoff
SS-Experimente mit der Malaria-Mücke

Mit dem deutschen Angriff auf Jugoslawien und Griechenland (Foto) im Frühjahr 1941 wurde die Malaria zum Problem für die Wehrmacht. Bislang wurden entsprechende Versuche in den KZs in dieser Richtung interpretiert. Möglicherweise steckte aber auch etwas ganz anderes dahinter.
Foto: picture alliance / akg-images
Mit dem deutschen Angriff auf Jugoslawien und Griechenland (Foto) im Frühjahr 1941 wurde die Malaria zum Problem für die Wehrmacht. Bislang wurden entsprechende Versuche in den KZs in dieser Richtung interpretiert. Möglicherweise steckte aber auch etwas ganz anderes dahinter.


Dass es medizinische Menschenversuche im Konzentratrionslager Dachau gegeben hat, ist bekannt. Dass es womöglich auch darum ging, die Malaria als biologische Waffe für den Einsatz vorzubereiten, ist eine neue These.

Dass es medizinische Menschenversuche im Konzentratrionslager Dachau gegeben hat, ist bekannt. Dass es womöglich auch darum ging, die Malaria als biologische Waffe für den Einsatz vorzubereiten, ist eine neue These.


Mit der Malaria als Krankheit wurden die deutschen Truppen bei ihrem Vorstoß auf Ägypten 1941/42 ...


Mit der Malaria als Krankheit wurden die deutschen Truppen bei ihrem Vorstoß auf Ägypten 1941/42 ...





... und in den Prypjat-Sümpfen Weißrusslands konfrontiert.




Der Tropenarzt Claus Schilling (Jg. 1871) infizierte in Dachau rund 1200 Häftlinge mit dem Malaria-Erreger. 1945 wurde er im Dachau-Hauptprozess zum Tode verurteilt und 1946 hingerichtet.

Foto: US Government
Der Tropenarzt Claus Schilling (Jg. 1871) infizierte in Dachau rund 1200 Häftlinge mit dem Malaria-Erreger. 1945 wurde er im Dachau-Hauptprozess zum Tode verurteilt und 1946 hingerichtet.

Das Thema war Heinrich Himmler offensichtlich wichtig. Mehr als fünf Stunden lang widmete sich der "Reichsführer SS" am Abend des 27. Januar 1942 seinen Besuchern Claus Schilling und Leonhard Conti. Beide, der wichtigste deutsche Tropenmediziner und der "Reichsärzteführer", waren prominent, aber doch nicht so bedeutend, dass der zweitmächtigste Mann des Dritten Reiches ihnen unbedingt so viel Zeit hätte einräumen müssen. Himmler ging es um ein spezielles Thema: Malaria.
Zu dieser Zeit hatte Schilling gerade eine ganz besondere Versuchsreihe begonnen: In Dachau war ihm ein eigenes Institut eingerichtet worden. "Ein emeritierter Professor bekommt ein ganzes KZ als Versuchslabor zur Verfügung gestellt", beschrieb der Medizinhistoriker Ernst Klee in seinem Buch "Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer" den Vorgang. Schilling konnte fortan weitgehend frei an wehrlosen Häftlingen verschiedene Infektionswege und Therapien erproben.
Wahrscheinlich 1200 Menschen infizierte der Arzt mit dem Erreger und behandelte sie danach mit verschiedenen Präperaten oder auch – als "Kontrollgruppe" – gar nicht. Mindestens 30 bis 40 starben direkt an Malaria, zehnmal so viele indirekt an gesundheitlichen Folgen der Experimente. Schilling wurde dafür im ersten Dachauer Prozess zum Tode verurteilt und 1946 gehenkt. So weit ist die Geschichte der Malaria-Versuche in Dachau bekannt.

Himmlers Versprechungen

Als Grund gelten die Sorgen, deutsche Soldaten könnten in den malariaverseuchten Sümpfen der westlichen Sowjetunion, etwa dem Pripjat, in Griechenland und nach einer 1941/42 möglich erscheinenden Ausweitung der Kämpfe in Nordafrika nach Ägypten und in den Mittleren Osten ihre Kampfkraft verlieren. Um dem vorzubeugen, so die Annahme, könnte Himmler auf die Entwicklung eines praxistauglichen Malaria-Medikaments um jeden Preis gedrungen haben.
Dafür spräche, dass der "Reichsführer SS", jedenfalls laut dem Klassiker "Der SS-Staat" des früheren Buchenwald-Häftlings Eugen Kogon, Überlebenden der Malaria-Versuche bei einem Besuch im KZ Dachau gesagt haben soll: "Jungens, Ihr habt dem Vaterland einen ebenso großen Dienst erwiesen wie unsere Soldaten an der Front." Kogons Informationen zufolge, fast ausschließlich Erinnerungen von Lagerinsassen, habe Himmler versprochen: "Ich werde Euch bei einer demnächstigen Entlassungsaktion nicht vergessen." Dazu kam es aber nie. Ob das Zitat tatsächlich so oder ähnlich gefallen ist, muss offenbleiben.

Bislang unbeachtete Unterlagen

Fast sieben Jahrzehnte später werfen Forschungen des Tübinger Insektenforscher Klaus Reinhardt jedoch ein ganz neues Licht auf diesen Teil der NS-Verbrechen. Der Mitarbeiter des Instituts für Evolution und Ökologie hat bislang unbeachtete Unterlagen ausgewertet und stellt in der britischen Fachzeitschrift "Endeavour" die These auf, mindestens 1944 könnten die Versuche nicht nur der Erprobung von Malaria-Mitteln gedient haben, sondern auch der Entwicklung der Krankheit zur biologischen Waffe.
Ebenfalls bekannt war, dass Himmler Anfang Januar 1942 die Gründung eines SS-eigenen Entomologischen, also insektenkundlichen Instituts angeregt hatte, das von der SS-Organisation "Ahnenerbe" auch umgehend eingerichtet wurde. Sein Standort wurde im April 1942 festgelegt: Dachau, direkt östlich des Häftlingslagers. Nach bisherigem Wissen war seine Aufgabe die Erforschung von Schädlingen wie Wanzen, Läusen, Flöhen, Bremsen – und Mücken.
Aufgrund von Materialmangel kam die Arbeit dieses primitiv in zwei Baracken untergebrachten Instituts erst 1944 in Gang. Im Gegensatz zu Claus Schillings Malaria-Station fanden hier wohl keine Menschenversuche statt, sondern waren lediglich geplant. Sicher aber hatte der Leiter Eduard May Zugriff auf die Ergebnisse der Dachauer Experimente; das hatte das SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamt, vorgesetzte Dienststelle aller KZs, ausdrücklich gewünscht. Was das Entomolgische Institut aber tatsächlich erforscht hat, war bisher nicht ganz klar.

Wenig qualifiziertes Personal

Gut möglich, dass Klaus Reinhardts Untersuchungen hier einen Durchbruch bringen. Denn die rund zehn Mitarbeiter des Instituts – außer May und seinem Stellvertreter Rudolf Schütrumpf noch durchschnittlich acht Assistenten – waren kaum qualifiziert für echte insektenkundliche Untersuchungen. May war zwar gelernter Zoologe, aber hatte sich habilitiert im Gebiet Naturphilosophie und Geschichte der Naturwissenschaften. Schütrumpf war Prähistoriker, die Assistenten bestenfalls "Hobbybiologen", hat die Historikerin Angelika Heider festgestellt.
Ernsthafte insektenkundliche Ergebnisse waren bei solchem Personal kaum zu erwarten. Die jetzt erstmals ausgewerteten Unterlagen von Eduard May weisen auch in eine andere Richtung: den Einsatz von Krankheitserregern als Waffe. Unter anderem, so Reinhardt, untersuchte das Institut, wie lange Stechmücken ohne Nahrung überleben, während man sie von einer Zuchtstation zu einer Abwurfstelle transportierte. Eine Anmerkung des Institutsleiters scheint besonders eindeutig. Darin empfahl May, eine bestimmte Art von Anopheles-Mücken zu verwenden. Wenn es um die Abwehr eines eventuellen Einsatzes biologischer Waffen durch die Kriegsgegner Deutschlands gegangen wäre, hätten solche Bemerkungen keinen Sinn.

B- und C-Waffen

Hitler selbst hatte 1942 die Entwicklung von biologischen Offensivwaffen kategorisch verboten. Sie schienen ihm zu unberechenbar. Dagegen erlaubte er sowohl die Forschung an Gegenmitteln wie auch die aktive Forschung an neuen Chemiewaffen und ihre Produktion, obwohl – oder gerade weil – er im Herbst 1918 selbst einmal mit Giftgas in Berührung gekommen war. Unter anderem in der Zitadelle Spandau bei Berlin wurden tödliche Nervengase erforscht; es gab auch chemische Werke, in denen insgesamt 12.000 Tonen des Nervengases Tabun und immerhin 30 Tonnen des noch giftigeren Stoffes Soman erzeugt wurden.
Im Gegensatz zu Hitler war Heinrich Himmler ein Befürworter biologischer Waffen. Es ist gut möglich, dass dies der eigentliche Grund sowohl für seine Unterstützung von Claus Schillings Malaria-Versuchen im KZ Dachau als auch für die Gründung des Entomologischen Instituts in direkter Nachbarschaft war, die sich offiziell beide mit der Bekämpfung von Krankheiten beschäftigen sollten. Zuzutrauen wäre ein solches Kalkül dem "Reichsführer SS" jedenfalls.


http://www.bz-berlin.de/aktuell/panorama/nazis-wollten-muecken-als-waffen-einsetzen-article1802866.html





BIOWAFFEN-STUDIE

Nazis wollten Mücken als Waffen einsetzen

13. Februar 2014 15:08 Uhr, B.Z./dpa | Aktualisiert 15:41Ein Wissenschaftler behauptet, die Nazis hätten geplant gehabt, mit Malaria infizierte Mücken im Feindesland einzusetzen.


Die Nazis wollten offenbar Mücken als Biowaffen einsetzen
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Die Nationalsozialisten haben zum Ende des Zweiten Weltkriegs offensichtlich nach Möglichkeiten gesucht, mit Malaria infizierte Mücken als biologische Waffen einzusetzen. Das gehe aus Protokollen des Konzentrationslagers Dachau hervor, schreibt der Tübinger Wissenschaftler Klaus Reinhardt in der Fachzeitschrift „Endeavour”.
1944 sei in dem Forschungsinstitut in Dachau untersucht worden, wie man infizierte Mücken lange genug am Leben halten könne, um sie in feindliches Gebiet zu bringen und dort freilassen zu können.
Offiziell sei es in dem Labor darum gegangen, Mittel gegen von Läusen und Insekten übertragene Krankheiten zu finden. Typhus und andere Krankheiten waren unter deutschen Soldaten und in den Konzentrationslagern weit verbreitet. Doch Notizen des Institutsleiters ließen keinen anderen Schluss zu, als dass auch an einer Waffe für den Angriff gearbeitet wurde, teilte die Universität Tübingen am Donnerstag mit.
Reinhardt hatte erstmals Forschungsprotokolle des Entomologischen Instituts im KZ Dachau sowie Anmerkungen des Institutsleiters untersucht. Darin werde berichtet, dass die Wissenschaftler 1944 verschiedenen Mückenarten daraufhin untersucht hätten, wie geeignet sie für einen Einsatz als Kriegswaffe wären, sagte der Experte vom Tübinger Institut für Evolution und Ökologie. Entscheidende Fragen seien den Protokollen zufolge gewesen, ob die blutsaugenden Stechmücken lange genug ohne Nahrung überleben, um sie von einer Zuchtstation zur Abwurfstelle transportieren zu können. Am Ende der Versuche habe der Institutsleiter eine bestimmte Art von Anopheles-Mücken für diesen Einsatz empfohlen.
Bislang sei unter Fachleuten umstritten, ob die Nazis im Zweiten Weltkrieg den Einsatz biologischer Waffen geplant hätten, sagte Reinhardt. Diese Frage könne nach den neusten Erkenntnissen nun neu diskutiert werden.

Montag, 10. Februar 2014

Internationaler Kongress für alternative Heilmethoden in Hannover


























Spirit of Health 2014

Zum ersten Mal in Deutschland präsentiert der Spirit of Health

 Kongress 2014 namhafte Referenten aus Forschung und Praxis

 der alternativen Medizin.Mit spannenden Vorträgen und

 essentiellen Informationen von Vorreitern auf ihrem Fachgebiet

 der Gesundheit, erwartet Sie ein Kongress der ganz besonderen

 Art in einem Ambiente der Extraklasse Ein umfassendes

Rahmenprogramm, Workshops, persönliche Consultings 

und Kinderbetreuung sind ebenso Teil der Veranstaltung,

 wie die Simultanübersetzung aller Vortragenden in mehrere 

Sprachen.Der Spirit of Health Kongress setzt Zeichen und

steht für Aufklärung und Selbstverantwortung der eigenen 

Gesundheit.Der Spirit of Health Kongress ist eine 

Non-Profit Veranstaltung, alle Unkostenbeiträge sind

 kostendeckend gestaltet. Überschüsse fliessen in 

humanitäre Hilfsprojekte, welche für das kommende 

Jahr dokumentiert werden.Für ihr leibliches Wohl ist

 ebenso gesorgt, wie für eine Auswahl an Unterkünften und Anreisemöglichkeiten.Referenten


Jim-Humble

JIM HUMBLE

















The voice of MMS - Jim wird uns im Interview über die Geschichte von MMS und seine umfassenden Erfahrungen weltweit erzählen.


Andreas-Kalcker

DR. ANDREAS KALCKER
















Andreas berichtet über seine Forschungen zu Impfschäden und Parasiten sowie von der Entwicklung und Anwendung von CDS.

Leo-Koehof

LEO KOEHOF

















Humanitäre Hilfsaktionen in Afrika sind das Thema von Leo, der sich seit vielen Jahren altruistisch rund um die Welt engagiert und Menschen aktiv hiflt.

Kerri-Rivera

KERRI RIVERA
















119 Kinder konnten mit ihrer biomedizinischen Therapie bisher geheilt werden. Kerri berichtet wie Autismus heilbar ist.

Francisko-Coll

FRANCISKO COLL
















Francisko zeigt auf wie eine Therapie mit Meerwasser dem Körper dazu verhilft, sein Gleichgewicht von Grund auf neu zu gestalten.


Wassil-Nowicky


DR. WASSIL NOWICKY















Ukrain-Krebstherapie, deren Möglichkeiten und Anwendungsgebiete sowie die Unterdrückung seiner Arbeiten werden die Inhalte von Wassil sein.

Adrian-Jones

ADRIAN JONES

















Schwarze Salbe - Heilung von Brust- & Hautkrebs. Adrian zeigt auf, wie eine auf Kräutern basierende Salbe dies möglich macht.

Joachim-Bennien

DR. MED. JOACHIM BENNIEN
















Strophanthin war in der ehemaligen DDR das Mittel Nr. 1 für Herz- und Schlaganfälle. Joachim referiert über Chancen und Anwendungen.

Benedikt-Zeitner

BENEDIKT ZEITNER
















Die 5 biologischen Naturgesetze und somit evolutionsbiologische Ursachen von Symptomen sind das Fachgebiet von Benedikt.

Monika-Peschka

MONIKA PESCHKA


















MMS klinisch getestet. Monika berichtet von ihren Erfahrungen & Heilerfolgen bei Patienten, welche mit MMS erzielt wurden.





Samstag, 8. Februar 2014

Malaria: "Nur Frösche können uns noch vor dem drohenden Desaster retten", mahnt ein Arzt in Neu-Delhi, ....








http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514974.html

INDIEN

Sack und Messer

Die Malaria breitet sich aus, die Reisernte ist gefährdet - Folge des Massenexports indischer Froschschenkel. *
Die Frösche müssen wieder um ihre Schenkel fürchten, die scharfen Messer der Jäger sind gewetzt - die fangfreie Brutzeit des Lurchen-Volks ist dieser Tage beendet.
Im letzten Jahr mußten Indiens Frösche 2778 Tonnen Schenkel lassen, 16,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage kommt vor allem aus Frankreich, Holland und den USA. Doch jetzt will das Gesundheitsministerium in Neu-Delhi den Fang grundsätzlich verbieten.
Zwar wehren sich die Exporteure und das um Devisenerträge besorgte Handelsministerium gegen das Ansinnen der Gesundheitsexperten, aber die haben gute Argumente: Jeder tote Frosch fehlt im Kampf gegen die Malaria.
Die Stechmücken, die den Malaria-Erreger transportieren, sind inzwischen gegen die meisten Bekämpfungsmittel resistent. Immer stärkere Pestizide werden eingesetzt - oft erfolglos.
"95,7 Prozent der indischen Bevölkerung leben in Malaria-Gebieten", ermittelte die Weltgesundheits-Organisation. Allein in den Städten erkrankten im vergangenen Jahr mindestens 1,6 Millionen Inder an Sumpffieber.
Gegen die weitere Ausbreitung dieser Infektionskrankheit, so glauben Ärzte, Wissenschaftler und Gesundheitsbehörden, helfen vor allem Frösche. Ihnen munden nicht nur die Malariamücken, sondern auch die Larven der Moskitos.
"Nur Frösche können uns noch vor dem drohenden Desaster retten", mahnt ein Arzt in Neu-Delhi, der täglich 30 Malaria-Patienten zu behandeln hat. Und G. M. Oza von der "Internationalen Vereinigung zur Erhaltung der Natur" rechnet vor, daß die in einem Jahr getöteten Frösche innerhalb von nur 90 Tagen 810 000 Tonnen Insekten vertilgen würden, hauptsächlich Moskitos und ihre Larven.
Der südindische Staat Andhra Pradesch verbot bereits vor drei Jahren die Jagd auf die nützliche Spezies - ohne sonderlichen Erfolg. Das vormals legale Geschäft blüht heute als illegales weiter. Die Exporteure bestechen Bahn- und Zollpersonal und machen bessere Geschäfte denn je.
Geschockt von den grausamen Fangmethoden, hatte die indische Regierung schon einmal, in den sechziger Jahren, versucht, den Frosch zum "geschützten Tier" zu erklären; ebenfalls vergebens.
So tummeln sich während der Saison, die von August bis November dauert, allnächtlich Zehntausende von Fängern in den zahlreichen Sumpf- und Wassergebieten des Subkontinents, ausgerüstet mit einer Kerosinlampe, einem Sack aus Zelttuch und einem Küchenmesser.
Geblendet vom Licht der Laterne, lassen sich die Tiere leicht greifen. Dann "nimmt man den Frosch in die eine Hand", schilderte Kundschumon, ein erfahrener Jäger, die Schlächterei, "und mit dem Messer in der anderen schneidet man ihm die Hinterbeine ab. Die Schenkel werden sofort auf Eis gelegt, der Rest wird weggeworfen."
Der "Rest" lebt noch stundenlang und stirbt qualvoll. "Wenn ich die Frösche vorher töten müßte", entschuldigt sich Kundschumon, "dann hätte ich nachher kaum etwas im Sack." Jede Nacht sammelt er 200 bis 300 Froschschenkelpaare, die er für 15 Rupien das Kilo verkauft.
Da die Bestände der Insektenvertilger in vielen Gebieten schon weitgehend dezimiert sind, "müssen wir immer tiefer in die Reisfelder eindringen", beschreibt Kundschumon die Folgen der intensiven Jagd.
Während die Frösche immer weniger werden, nimmt die Zahl der schädlichen Insekten alarmierend zu. Besonders die "Mundscha", eine kleine, grüne, reisnagende Fliege, so klagen die Bauern, sei zu einer wahren Geißel geworden.


http://www.welt.de/print-wams/article121192/Asiaten-quaelen-Froesche-fuer-Export-nach-Deutschland.html


Asiaten quälen Frösche für Export nach Deutschland

Tieren werden bei lebendigem Leib die Beine ausgerissen - Exzessiver Fang führt zu Mückenplage in Bangladesch und IndienVon Julia Winkenbach
Die kleinen Keulen sehen gut aus. Knusprig gebraten, mit Petersilie und Knoblauch, ist das feine, weiße Fleisch eine echte Delikatesse. Und die Zeiten, in denen es zum guten Ton gehörte, Froschschenkel in Restaurants zu boykottieren, sind doch auch schon lange vorbei. Froschschenkel sind wieder schick. Das beweisen Speisekarten in allen Gegenden Deutschlands, und das beweisen vor allem die Zahlen des Statistischen Bundesamts. Im Jahr 1999 wurden laut Außenhandelsstatistik 5,4 Tonnen hauptsächlich gefrorener Froschschenkel von Deutschland importiert. Im Jahr 2001 waren es schon 17 Tonnen. Mehr als die dreifache Menge (für 2002 liegen noch keine Zahlen vor). Dafür wurden weit über einer Million Tiere bei lebendigem Leib die Haut abgezogen und die Schenkel abgeschnitten oder -gerissen. Das Bewusstsein der Verbraucher dafür ist allerdings gering, schließlich sterben die Frösche nicht in Deutschland oder Europa.
"Europäische Frösche gelten laut Bundesartenschutzabkommen als geschützte Arten und dürfen nicht für kommerzielle Zwecke gezüchtet oder gefangen werden," erklärt Dietrich Jelden, Abteilungsleiter im Bundesamt für Naturschutz. Die Tiere, die auf unseren Tellern landen, stammen zu 90 Prozent aus dem südostasiatischen Raum, denn dort ist die Population großer, essbarer Frösche besonders groß. Allein Indonesien exportiert weltweit mehrere hundert Tonnen Froschfleisch pro Jahr.
Problematisch ist bei dieser Menge vor allem die unkontrollierte Beschaffung der Tiere aus der Natur. "Nur eine einzige Froschart, nämlich der amerikanische Ochsenfrosch, kann gezüchtet werden", erklärt Michael Veith, Hochschuldozent beim Institut für Zoologie an der Universität Mainz. Alle anderen gehen in Gefangenschaft ein und werden daher direkt in Sümpfen gefangen. Der Großteil der Frösche für den europäischen Markt ist also Wildfang. Bei einem Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz stellte Veith fest: "Auch wenn die Händler das Froschfleisch als Fleisch von Tieren aus Zuchtfarmen deklarierten, handelte es sich fast immer um Wildarten. Das, was auf den Verpackungen draufsteht, kann man also grundsätzlich vergessen." Folglich habe die indonesische Regierung keinerlei Überblick, welche Arten entnommen werden und inwieweit die Nutzung ein schädliches Ausmaß erreicht, bekräftigt Harald Martens vom Bundesamt für Naturschutz.
In Indien und Bangladesh dezimierte der maßlose Froschfang die Population der einheimischen Frösche so, dass eine Mückenplage entstand, die ihrerseits dazu beitrug, dass sich Malaria ausbreiten konnte. Um den Mangel an Fröschen als natürliche Insektenvertilger auszugleichen, wurden auf asiatischen Reisfeldern Umweltgifte wie DDT und andere Pestizide verwendet, die in Deutschland schon lange nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Mittlerweile gibt es in Indien und Bangladesh Ausfuhrverbote für Frösche.
Auch China reagierte auf den schwindenden Bestand einheimischer Tiere. Als im Jahr 2001 die Angst der Europäer vor dem Rinderwahn die Nachfrage nach Fröschen so stark erhöhte, dass das ökologische Gleichgewicht in der nordchinesischen Provinz Hebei in Gefahr geriet, verhängte die Regierung Verkaufs- und Exportverbot für Froschprodukte.
Die indonesische Regierung scheint zu diesem Schritt noch nicht bereit, obwohl auch dort mit "den gleichen Folgen zu rechnen ist", so Harald Martens. Wissenschaftler Michael Veith von der Universität Mainz konnte schon 1995 bei einem Besuch in Indonesien beobachten, "dass im näheren Bereich von Siedlungen keine großen Frösche mehr zu finden waren".
Deutsche Tierschützer indes kritisieren nicht nur die Menge der gefangenen Frösche, sondern vor allem die Art der Tötung. Froschfänger in Indonesien blenden die Tiere mit einer Taschenlampe und fangen sie mit einem Kescher ein. In einem Sack werden hunderte Frösche stundenlang bis in das nächste Dorf getragen. Dort ritzen die Jäger ihnen die Haut am Kopf ein und häuten sie. "Oftmals werden dann den Tieren bei vollem Bewusstsein die Beine abgerissen", erklärt der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel. "Der lebende Abfall wird einfach weggeworfen", fügt Christina Sultan, Präsidentin des Tierschutzvereins Arche 2000 hinzu. "Angesichts dieser Tatsachen und unserer Beobachtungen, dass Froschenkel zurzeit sogar in Essständen auf Jahrmärkten und Kirmesveranstaltungen ein trauriges Comeback feiern, kann man nur wünschen, dass der Konsum und Handel von Fröschen durch den Gesetzgeber unterbunden wird", so Sultan weiter.
Doch dem Bundesamt für Naturschutz sind die Hände gebunden. "Alles, was wir jetzt an Schutzmaßnahmen ergreifen können, müssen wir mit allen anderen EU-Ländern absprechen", sagt Harald Martens. Deshalb musste sich Deutschland, das nach nationalem Recht ein Einfuhrverbot für Frösche durchgesetzt hatte, 1997 Brüssel beugen und die Einfuhr wieder genehmigen. Denn Europarecht steht vor nationalem Recht. "Damals haben wir einen Schutz aller Froscharten vorgeschlagen", so Martens, "aber das haben die anderen Länder, vor allem Frankreich und Belgien, abgelehnt." Also wird sich vorerst nichts an den brutalen Methoden und verheerendem Ausmaß des Froschfangs ändern. Denn die Nachfrage aus Europa ist gesichert. Bedenken über Froschschenkel seien zurzeit einfach in Vergessenheit geraten. 







Donnerstag, 6. Februar 2014

Mittel gegen Malaria? Mückensperma kann riechen

http://www.faz.net/aktuell/wissen/mittel-gegen-malaria-mueckensperma-kann-riechen-12786247.html
F.A.Z.

Mittel gegen Malaria?Mückensperma kann riechen

  ·  Der Samen von Stechmücken besitzt Geruchsrezeptoren, die man bisher nur aus ihren Riechorganen kannte. Ein neuer Ansatz zur Bekämpfung der Krankheitsüberträger?

Samstag, 1. Februar 2014

Wissenschaftler aus Halle erforschen Tropenkrankheiten

http://www.t-online.de/regionales/id_67712040/wissenschaftler-aus-halle-erforschen-tropenkrankheiten-.html


Wissenschaftler aus Halle erforschen Tropenkrankheiten    

01.02.2014, 17:18 Uhr | dpa
Malaria
Malaria. Das Malaria-Virus nutzt Arthropoden-Vektoren. Foto: Patrick Pleul/Archiv (Quelle: dpa)
Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind neuen Wirkstoffen gegen Tropenkrankheiten auf der Spur. Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Pharmazie ist an einem internationalen Forschungsprojekt beteiligt, das am Samstag nach Angaben der Hochschule gestartet ist. Experten aus fünf europäischen Staaten, Brasilien und Australien seien auf der Suche nach neuen Arzneistoffen zur Behandlung von gefährlichen Krankheiten wie Bilharziose und Malaria. Das Forschungsprojekt werde von der EU mit insgesamt sechs Millionen Euro für drei Jahre gefördert. 16 Forschungsstätten sowie Industrieunternehmen arbeiten zusammen.
01.02.2014, 17:18 Uhr | dpa